Gereon Krebber

FAQs

Sind Deine Arbeiten theatralisch?

Sind Deine Arbeiten theatralisch?

Nicht im konventionellen Sinn. Es geht mir um etwas anderes. Es stimmt zwar, der Ausstellungsraum wird Ort eines imaginären Geschehens, ähnlich einer Bühne. Aber es gibt keine Aufführung. Ich darf es noch mal zusammenfassen: Es manifestiert sich physisch ein Objekt, das auf den ersten Blick schwer zu einzuordnen ist und angenehmerweise als Kunst gilt. Es scheint wie in einer Bewegung eingefroren, in Gestalt und Oberfläche manchmal seltsam, häufig überdimensioniert, zwischen- bis unförmig oder vielleicht wie ein Irrlicht schimmernd. Aus dem Kitzel des Fremdartigen, Peinlichen, Gewaltigen, Täuschenden oder Überraschenden entsteht ein Reiz der Herausforderung. Wenn auch in selbst gewählter Distanz, ist man unmittelbar physisch konfrontiert. Zwischen Neugier und Zögern gewinnt unsere Wahrnehmung schrittweise die Oberhand, erkundet die Oberfläche, erkennt das Material und das Gemachte des Objekts. Das ist befreiend und genugtuend, aber kein Theater mit Katharsis & Co. Der Betrachter muss selbst aktiv werden; der Erfahrungsmoment ist haptisch. Es ist die Lust am Begreifen und der Kick eines Unbekannten – aber kein Theaterstück.

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